Für uns als UNESCO-Projektschule ist der Briefmarathon von Amnesty International, der am 07.12 stattfand, ein wichtiges Ereignis.
Auch gerade da Amnesty die weltweit größte Bewegung ist, die für die Menschenrechte eintritt und sogar 1977 den Friedensnobelpreis gewonnen hat.
Der Briefmarathon von Amnesty bietet uns die Möglichkeit, uns aktiv für Menschen und Menschenrechte einzusetzen, indem wir Briefe für Menschen in Not und Gefahr schreiben.
Jedes Jahr werden von Amnesty zehn Menschen ausgewählt, deren Fällen besonders aussichtslos erscheinen.
Im Kontext des internationalen Tages der Menschenrechte am 10. Dezember werden Regierungen durch diese Briefe aufgefordert, gewaltlose politische Gefangene freizulassen und Unrecht zu beenden.
Herr Klein, der der jedes Jahr zu uns ans Warndt-Gymnasium kommt, stellte uns wieder 3 der 10 Fälle vor. Man kann dann immer entscheiden, ob man Briefe schreibt oder nicht.
Der erste Fall der uns Herr Klein vorgestellt hat, handelt um Joanna Mamombe, Cecillia Chimbiri und Netsai Marova. Diese drei Frauen wurden in Harare (Simbabwe) festgenommen, obwohl sie nur friedlich an einer Demonstration teilgenommen haben.
Sie wurden festgenommen, danach misshandelt und sexuell missbraucht. Als sie dies zur Anzeige brachten, wurden sie angeklagt, da sie angeblich ihre Vorwürfe erfunden haben sollen. Ihnen drohen bis zu 20 Jahren Haft.
Die Briefe sollen ihnen helfen, dass alle Anklagen fallengelassen werden.
Der zweite Fall handelt um den beiden trans Frauen Yren Rotela und Mariana Sepúlveda. Ihnen wird seit 2016 verweigert ihren Namen legal zu ändern und Ausweispapiere zu erhalten. Ihr ist Leben stark beeinträchtigt und sie sind auch immer wieder Gewalt ausgesetzt.
Die Briefe sollen die Behörden in Paraguay auffordern, ihnen die Möglichkeit zu geben ihre Namen zu ändern und angepasste Ausweispapiere zu erhalten.
Der letzte und dritte Fall handelt um Vahid Afkari, der im Gefängnis von Adelabad im Iran sitzt. Er wurde festgenommen, weil er friedlich an einer Demonstration teilgenommen hat.
Die Behörden im Iran ignorieren zahlreiche Beweise, die seine Unschuld belegen. Er wurde zu 54 Jahren, 6 Monaten und 74 Peitschenhieben verurteilt, sitzt seit 2018 in Einzelhaft und auch seine Familie ist massiv betroffen. Einer seiner Brüder wurde bereits hingerichtet.
Die Briefe für Vahid Afkari sollen die Behörden im Iran auffordern, seine Haftbedingungen den internationalen Standards anzupassen bzw. ihn unverzüglich freizulassen. Die Briefe sollen auch einem weiteren inhaftierten Bruder und seiner Schwester helfen. Ihr droht durch einen kritischen Post auf Instagram im November 2022 eine lange Haftstrafe.
Maximilian Elzer, Ethik 9, Ll











